Scottys Geschenk

Neulich hat eine Freundin eine Sendung Katzenfutter verspätet geschickt bekommen. Gedankengängen folgend, die nur ihm oder ihr selber nachvollziehbar sind, hat ein Mitarbeiter der versendenden Firma als Entschuldigung Hundespielzeug beigelegt: Einen Stofftiger mit Quietschnase und einen Futterball. Die hat jetzt Scotty bekommen.

Der Ball ist aus Gummi, hat ein Loch und kann mit Futter befüllt werden. JAMMI!!! Zunächst hat Scotty ihn durch die Gegend gerollt oder auch mal hochgehoben und wieder falle lassen, so daß immer mal ein Futterstück heraus kam:

Aber man kann ja auch mal was anderes versuchen. Zum Beispiel drauf herumkauen, bis was rausfällt:

Hhhmm – man könnte aber auch….

… das Ding ein Stück wegschubsen und dann intensiv fixieren. Vielleicht kommt dann von alleine was raus?

Nein, doch nicht. Na gut, schubsen wir es halt wieder wild durch die Gegend:

Hey! Der ist auch noch für mich?

Ehrlich?…

Gut, dann mach ich aber erst mal….

… diese blöden Schildchen ab:

So, jetzt kann man es wild schütteln und bekämpfen. Es wehrt sich und quietscht, aber das nützt ihm nichts…

… am Ende ist es doch besiegt:

Hah! Alles meins!

P. s.: Timmy findet Tiger irgendwie… merkwürdig.

Am nächsten Tag:

Wer ist hier der Sieger?…

(Man muß dazu sagen, daß Scotty einen langen, anstrengenden Mega-Wald-Wochenendeinleit-zusammen-mit-Max-Spaziergang hinter sich hatte, auf den Tiger nicht mitkommen durfte. Die Ausgangssituation war also unfair… )

* * *

„Ich…. äh…. ha, ha…. also… ich hab…. da waren keine Schildchen mehr zum Abknibbeln dran, und da…. habe ich….

… also…. na, ja – sieh selbst:

Armer Tiger, schwanzamputiert…

Noch ein Tag später:

Jetzt hat Scotty Tiger außerdem einen sehr verwegenen Kampftigerlook verpaßt: 🙂

Was sonst noch war im Rest von 2010

Schauen wir doch mal, was sich im letzten Quartal 2010 noch so ereignet hat.

Kurz nach unserer Rückkehr aus dem Urlaub hatte Scotty Besuch von waschechten Engländern: Dirks Schwester war aus Brighton zu Besuch und hatte ihre beiden Vierbeiner mitgebracht (sog. „Lurcher“ – eine Mischung aus Windhund und beliebigen anderen Gebrauchshunderassen). Das war ein großer Spaß für Scotty, denn zusammen mit den beiden von Dirks Mutter war das jetzt schon ein richtiges Rudel, mit dem man spazieren gehen und sich gemeinsam füttern lassen konnte:

Anschließend konnte man sich von dieser Anstrengung ein wenig im Garten ausruhen…

… um fit zu sein für die nächste gemeinsame Fütterungsrunde bei Dirks Eltern. 🙂

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Ende September stand wie jedes Jahr der Autofreie Sonntag zwischen Fronhausen und Amöneburg an. Den Waffelteig für den üblichen Stand vom SPD-Ortsverein haben dieses Mal Dirk und ich gemacht und zum Stand geschafft – echte Akkordarbeit. Das ganze Verpackungsmaterial von Eiern, Milch, Mehl etc. habe ich in der Hektik erst mal im Hausarbeitsraum in einer Wanne gesammelt – sehr zu Begeisterung von Scotty, wie wir später feststellen durften. 🙂

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Der Apfelbaum hat dieses Jahr nicht sehr üppig getragen, dafür hat er uns aber einen Apfelschimmel für den Garten beschert: 🙂

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Als draußen schon Schnee lag und das Wetter richtig eisig war, ich fuhr gerade von der Arbeit nach Hause, rief mich eine Freundin an: Sie hatte an der Landstraße Richtung Fronhausen eine kleine ausgesetzte Katze gefunden, konnte sich ihrer aber nicht annehmen, da sie vier Hunde im Auto hatte, davon einen für Katzen definitiv gefährlichen. Zwar gab es zur Katze auch einen Pappkarton mit reingebohrten Luftlöchern am Straßenrand, aber der war schon kaputt und würde das Tierchen nicht mehr halten.

Also bin ich schnell heim und habe den Katzenkorb vom Dachboden geholt, um damit schnellstens zum Tatort zu eilen. Dort kam mir Sonja mit dem Kleinen auf dem Kopf entgegen, wo dieser gerade herumturnte – sämtliches Fell abstehend, sodaß er aussah wie eine Klobürste. 🙂

Meine erste Überlegung war, das Kätzchen am nächsten Tag beim Tierheim abzuliefern, aber das haben wir natürlich beim zweiten Nachdenken nicht fertig gebracht. Stattdessen haben wir dort um Vermittlung gebeten und ein Blatt mit Photos zum Aufhängen fertig gemacht und es erst mal bei uns behalten.

Dort hat der Kleine (wir hielten ihn für einen Kater, was sich später auch als richtig herausstellte) seine Zeit zunächst im Badezimmer, später bei Dirk im Arbeitszimmer bzw. Schlafzimmer verbracht. Timmy war, obwohl der dem Kleinen nicht direkt begenet ist, not amused… was er durch Fauchen und Knurren vor der Tür mit dem Igitt-Bähhh dahinter zum Ausdruck brachte. Davon nicht weiter beeindruckt zeigte sich unser Gast als fast schon aufdringlich verschmust und von beneidenswertem Appetit. 🙂 Zum Glück war er schon stubenrein.

Und er mußte auch gar nicht lange bei uns aushalten, denn schon nach wenigen Tagen war ein sehr schönes neues zu Hause für das Katerchen gefunden. Er hört jetzt auf den Namen Nino, frißt seinen Leuten die Haare von Kopf, wächst beängstigend schnell und kann schon Türen aufmachen. 🙂 Er war schon goldig, der Kleine. Vor allem Dirk war richtig traurig, als er abgeholt wurde.

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Scotty fand den Schnee natürlich klasse, wie jedes Jahr, und tollte ausgelassen herum. Timmy war nicht in gleichem Maße begeistert, wie er im Bildhintergrund deutlich macht, war aber trotzdem wieder bei dem ein oder anderen Spaziergang dabei:

Und wenn schon der Hund dauernd in der Erde wühlt…

… muß so ein Kater natürlich auch mal schauen, Schnee hin oder her…

Hhmmm… tja…. was da nun so toll dran ist…

Hier noch ein paar weitere Winterbilder von den beiden:

(Löcher in Brutkästen auf Bäumen fand Timmy eindeutig attraktiver als Löcher in der Erde. 🙂 Man gut, daß der Baum so weit von unserem Grundstück entfernt ist. Da kommt er nur auf unseren Spaziergängen vorbei.)

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Dabei fällt mir ein – ich habe ja noch gar nicht aufglöst, um was es sich bei der „Kristallkugel“ handelt. Ihr erinnert euch?

An dem Tag habe ich Bilder von Tautropfen gemacht. Bei dem Ratebild handelt es sich um einen Tropfen an einem Spinnennetz, in dem man -  auf dem Kopf stehend, wie Linsen das so zu tun pflegen – den Hintergrund erkennt: Oben die grüne Wiese, darunter der weißgraue Himmel, einige Pflanzen direkt hinter dem Tropfen und am Rand der Wiese Bäume.

Timmys langer Marsch

Eines Tages im Herbst, als die gar zu heißen Tage hinter uns lagen, hat Timmy uns auf seinem bislang längsten Trip begleitet. Ab einem bestimmten Punkt, als er immer noch weiter hinter uns herlief, habe ich angefangen, Beweisphotos zu machen 🙂 (Leider habe ich es irgendwie geschafft, alle Bilder bis auf die Thumbnails zu löschen, darum gibt es nur die Mini-Bilder.)

Das erste Bild entstand beim „Hasengebüsch“, da sind wir schon 1,3 km von daheim entfernt:

Hier geht es für Fahrradfahrer rechts nach Ebsdorf, links nach Dreihausen und auf den Betrachter zu nach Heskem (hinten kann man jenseits der grünen Wiese besagtes Hasengebüsch erkennen):

Wir haben letztere Richtung weiterverfolgt (im Hintergrund sieht man undeutlich Heskem)…

… haben auf halbem Weg nach Heskem bei einer Bank Pause gemacht….

… und sind vor dort aus nach links abgebogen (ganz im Hintergrund sieht man den Frauenberg):

Da Timmy keine Fan von solch offen einsehbaren, geteerten Wegen ist, sind wir ein Stück weiter wieder links eingebogen, sodaß das Katertier sich wieder unauffällig in ein Maisfeld verkrümeln konnte:

Schließlich gelangten wir zurück in bekannte Gefilde und machten eine weitere Pause an einem vertrauten Bach (fließt durch das Betonrohr, das dort zu erkennen ist; Scotty liegt vermutlich gerade drin – im Bach, meine ich, nicht unbedingt im Rohr :-))…

… ehe wir den restlichen Weg nach Ebsdorf bewältigten (Ebsdorf liegt hinten rechts vom Bildrand, geradeaus sieht man Leidenhofen):

Gut, die Beschreibung sagt eigentlich nur Ortsansässigen etwas, aber euch anderen sei gesagt: Timmy hat dabei 3,4 km zurückgelegt. Keine ganz alltägliche Strecke für einen Kater, denke ich. 🙂

Der richtige Schlüssel

Ich muß ja jetzt gerade mal berichten, was meine Nachbarin erzählt hat.

Es handelt sich hierbei um besagte Nachbarin, die Timmy in unserer Abwesenheit füttert und ihm vor Einbau der Katzenklappe unsere Haustür geöffnet hat. Daß er sich von dort drüben Hilfe holen kann, weiß Timmy ja schon länger. Ich muß außerdem vorausschicken, daß sie bei unserer Rückkehr aus dem Urlaub neulich behauptete, daß der Kater, wenn er sich drüben jemanden zum Türöffnen holt, mitlerweile erkennen könne, ob der oder diejenige unseren Haustürschlüssel mitnimmt oder nicht – sprich: ob der Schlüssel vom richtigen Schlüsselbrett genommen wird. Wir haben uns zu dem Zeitpunkt noch ein wenig heimliche Skepsis in dieser Hinsicht erlaubt.

Gerade eben nun klingelt die Nachbarin an der Haustür, um Folgendes zu berichten: Gestern steht mal wieder ein maunzender Kater bei ihr vor der Haustür, um sich einen Türöffner zu holen. Nachbarin schnappt sich also ihren Schlüssel (sprich: den zu ihrer EIGENEN Haustür),  um mit dem Kater zu uns zu gehen und ihn dort auf die Katzenklappe zu verweisen. Timmy kommt nicht mit sondern bleibt einfach vor ihrer Tür sitzen. Als sie wieder umdreht, schaut er zwischen ihr, dem Weg zu unserem Haus und dem korrekten Schlüsselbord hin und her. Als sich die Nachbarin UNSEREN Haustürschlüssel greift, ist seine Majestät bereit, mitzugehen.

Sohnemann nimmt ihr den Schlüssel ab und sagt: Ich mach das schon. Er latscht also mit dem Kater zu uns und zeigt ihm – gemäß Mutterns Anweisungen – die Katzenklappe. Timmy schiebt sich durch die Klappe, kommt sofort wieder raus und läuft maunzend zur Haustür. Sohn schließt ihm daraufhin tatsächlich die Haustür auf – der Kater ist von umwerfender Überzeugungskraft – und erkennt, daß Timmy zwar durch die Klappe ins Gästeklo, von dort aber nicht weiter konnte, weil wir vergessen hatten, die Tür zum Gästeklo zu öffnen…

Wie Timmys Vorbesitzerin schon sagte: Er ist ein besonderer Kater 🙂

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Aber wo ich gerade dabei bin – hier noch ein Schmankerl von gestern Abend: Ich mache mit den beiden Tieren die abendliche Runde vor dem Zubettgehen. Wie üblich am Abend verprügelt der Kater ein bißchen den Hund, dann läuft Scotty vor, während Timmy etwas zurückhängt. Ein Stück weiter sehe ich – sehr undeutlich im Dunklen – daß Scotty an etwas zu schnüffeln scheint. Ein weißes Katzentier, soweit ich erkennen kann. Ich denke noch, daß wohl Timmy unbemerkt an mir vorbeigewitscht sein muß, da springt der Hund plötzlich mit einem schmerzerfüllten Beller rückwärts. Während er direkt anschließend der davoneilenden Katze hinterherläuft, saust von hinten Timmy an mir vorbei. War doch eine andere Katze.

Ich rufe Scotty zurück und beide Tiere beschnuppern erst mal ausgiebigst die Stelle, wo der oder die Fremde gesessen hat. Dann können wir weiter. Auf dem Rückweg biegen die beiden plötzlich zusammen vom Weg ab, setzen sich nebeneinander unter einen Baum und schauen nach oben: Als ich dazukomme, sehe ich dort oben die weiße Katze sitzen.

Katz und Maus

Ihr kennt das Sprichwort: „Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.“ Da hat wohl jemand mal zwei Sprichwörter miteinander vermengt. Tatsächlich müßte es heißen: „Ist der Hund aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.“ Oder auch: „Ist die Katze alleine zu Haus, tanzen …“

Es ist schon zwei, drei mal vorgekommen, daß Timmy eine Maus lebend mit hereingebracht und sie dort einfach laufen gelassen hat. Bisher war das Problem immer sehr schnell dadurch erledigt, daß Scotty hinter ihm aufgeräumt hat. Nun aber waren wir ja im Urlaub, und damit hatte der eingeschleppte Nager freie Bahn.

Das erste was uns nach unserer Heimkehr auffiel waren so komische rote Flecke am Boden direkt unterhalb des derzeit unbenutzten Kühlschranks im Hausarbeitsraum. Als wir die Kühlschranktür weiter öffneten, fanden wir das dort als Türstopper hingelegte Glühwein-Tetrapak rundum angenagt und umgeben von Mäusehinterlassenschaften:

Ein genauerer Blick beim Saubermachen offenbarte außerdem ein kleines Müsli-Vorratslager zwischen Kühlschrank und Unterschrank:

Die Maus hatte sich mittlerweile in Hausarbeitsraum und Küche so gut eingelebt, daß Scotty nicht mehr einfach so drankommt. Also haben wir nun alles Eßbare aus diesen beiden Zimmern ausgeräumt bzw. in verschlossenen Behältern untergebracht und gestern Abend eine Mausefalle aufgestellt:

In diesem Zustand fand ich die Falle heute Morgen vor:

Ganz schön kräftig, unser kleines Mäuschen…

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