Abenteuer Natur

Neulich gingen Scotty und ich mit meiner Freundin Silvia und ihrem Labrador Max spazieren. Plötzlich ertönte von dort, wo Max am Wegesrand herumschnüffelte, ein durchdringender Ruf – so ähnlich, wie wenn man besonders laut auf einem Grashalm pfeift.

Silvia krallte sich schnell ihren Hund und rief mir zu, Scotty festzuhalten, der von diesem Geräusch natürlich sofort angelockt wurde. Im Gegensatz zu mir wußte sie aus Erfahrung schon, was Max da aufgestöbert hatte.

Erst drückte sie mir ihren Hund in die Hand, um sich das genauer anzuschauen, danach war ich an der Reihe. Da Silvia sowas für unproblematisch hielt, habe ich es auch noch schnell photographiert:

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Die Mutter wird das Kleine nach diesem Alarmruf vermutlich von diesem etwas unglücklich gewählten Lager weggeführt haben.

Angriff ist die beste Verteidigung

Heute Morgen haben wir ein kleines Abenteuer erlebt. Wie üblich, wenn es aufregend wird, war keine Kamera dabei. Ich kann also nur davon erzählen.

Es war Sonntag, acht Uhr morgens, und außer uns noch keiner unterwegs. Scotty und ich waren auf dem Weg zum Wahlbüro. Timmy hatte beschlossen, uns zunächst mal zu begleiten. Wir waren noch zwischen den Feldern, beide Tiere irgendwo hinter mir, als vor mir von der Seite ein Greifvogel auf den Weg gehüpft kam. Ich kann es nicht beschwören, aber ich denke, es war ein Bussard.

Als es endlich in meinen Kopf gesickert war, daß der Vogel offensichtlich nicht fliegen konnte, und ich mich umdrehte, um mir Scotty zu schnappen, lief dieser schon an mir vorbei auf das Tier zu. Während ich noch leicht hektisch „Halt!“ und „Nein!“ brüllte, kam von hinten ein weißer Blitz angeschossen, sauste an Scotty vorbei und bremste erst wenige Zentimeter vor dem Bussard, wobei er sich auf die Hinterbeine setzte und drohend beide Vorderbeine gegen den Vogel hochhob. Angesichts der Tatsache, daß der Kater nicht größer als der Vogel war, sah das schon ziemlich beeindruckend aus.

Scotty hat zum Glück angehalten und sich nicht eingemischt, sondern ist nach einigem Zögern brav zu mir zurück gekommen, wo er einen erklecklichen Teil aus der Leckerli-Tasche bekommen hat. Dann habe ich ihn angeleint und am Bussard vorbeigeführt. Timmy saß noch eine Weile in etwa einem Meter Entfernung neben dem etwas verwirrten Tier, bis er sicher war, das er die Sache unter Kontrolle hatte, dann ist er uns weiter gefolgt.

Auf dem Rückweg vom Wahlbüro war der Vogel nicht mehr zu sehen. Da er mit beiden Flügeln ungehindert geflattert hat, sah die Sache nicht nach einer Verletzung aus. Da jetzt schon die Zeit beginnt, wo die jungen Bussarde bald flügge werden, könnte ich mir vorstellen, daß es sich um ein Jungtier handelt, das etwas verfrüht aus dem Nest gekommen ist. Hoffen wir mal das Beste für ihn.

Pitu und die Kunst des Pinkelns

Gerade bekomme ich von meinem Schwiegervater dieses schöne Photo mit dem folgenden Text:

„Im Sitzen pinkeln – wie soll ich das denn machen?!….“

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(Das Photo zeigt Pitu, den Hund von Dirks Bruder und seiner Freundin. Sie teilt mit Timmy das Schicksal eines Allergikers in der Familie, weshalb auch sie das zu Hause wechseln wird – in diesem Fall zu Dirks Eltern.)

DER BALL

Der Ball, genauer DER BALL, das ist ein Fußball im Garten meiner Eltern. Scottys mit Abstand liebster Ball. Wenn wir in Wentorf sind, geht der Weg unseres Hundes nicht etwas als erstes zur Begrüßung meiner Familie, sondern direkt zur Tür in den Garten. Denn dort ist DER BALL. Ich hatte über dieses Liebesverhältnis schon einmal für Silvias Homepage eine Geschichte geschrieben.

Ja, genau das ist es – ein Liebesverhältnis. Morgens nach dem Aufstehen geht Scottys erster Weg zum BALL…

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…abends gilt sein letzter Gedanke IHM…

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(…na ja, fast. Der allerletzte Gedanke gilt vermutlich dem allabendlichen Betthupferl, den es bei Dirk zum Abschluß des Tages gibt. 🙂 )

…und am liebsten würde er auch noch den ganzen Tag im Garten mit seinem Ball verbringen…

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…bevorzug, wenn einer seiner Menschen mitspielt…

(von links nach rechts: Dirk, meine Mutter, mein Bruder)

…wenn die einen nur nicht dauernd warten ließen, weil sie irgendetwas anderes glauben tuen zu müssen, wie z. B. langweilig auf der Terasse rumhängen und Kaffee trinken!

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(Dabei handelt es sich bei diesem Fußball nicht einmal um das Original. Das ist, nachdem der Hund es in ein formloses, matschfarbenes Etwas verwandelt hatte, den Weg alles Irdischen gegangen. Glücklicherweise war noch ein zweites Exemplar in der Garage, das aber auch schon erste Spuren der Auflösung zeigt.)

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Sowas wie Freundschaft

Nu‘ ham wir den Salat – die Tiere halten gegen die Menschen zusammen… 😀

Heute zog Timmy mit los, als Dirk und Scotty zum Joggen aufbrachen. Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen ging Dirk davon aus, daß der Kater irgendwann einfach zurückbleiben und umdrehen würde, und gut.

Ersteres stimmte, allerdings blieb daraufhin auch Scotty zurück und war ohne Timmy partout nicht zum Weiterlaufen zu bewegen. Schließlich gab Dirk sich geschlagen und versuchte es auf einer kürzeren Route – rückwärts laufend, um die beiden im Blick zu behalten. Auf diesem Weg geruhten die Tiere zu folgen.

Als die drei nach einer Weile einen Spaziergänger mit Hund einholten, hielt Dirk wegen des Katers an, um dem Mann wieder etwas Vorsprung zu geben. Scotty warf er währenddessen einen Tennisball auf die Wiese. Prompt lief Timmy dem Hund einige Meter auf die Wiese nach und legte sich dort hin – bis Scotty wieder zum Weg zurückkehrt. Da lief ihm der Kater hinterher.

Also, kuscheln tun die beiden nicht, werden sie vielleicht auch nie, denn Scotty macht sowas weder bei seinen Menschen noch bei seinen Hundefreunden. Aber daß zwischen Scotty und Timmy mittlerweile ein Zusammengehörigkeitsgefühl existiert, ist wirklich nicht mehr zu übersehen. 🙂

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