Ein eigener Eingang

Timmy hat – ENDLICH! – eine Katzenklappe! So sieht sie von drinnen aus…

…und so von draußen:

Die Klappe hat einen sehr praktischen Mechanismus: Sie läßt sich auf den Chip der Katze programmieren, die den Eingang benutzen darf (wahlweise auch noch auf bis zu elf weitere, falls es notwendig werden sollte ;-)). Alle anderen müssen leider draußen bleiben – nicht, daß am Ende noch Pinky hier drinnen auftaucht. Dirks Schwester hat sie uns aus England mitgebracht, weil das dortige Modell deutlich billiger ist als das hiesige.

Das war im April letzten Jahres. Von da an zog sich die Sache. Zunächst mußte mal ein Gitter vor das Fenster, weil so eine Klappe doch etwas zu hilfreich für Einbrecher ist. Ich suchte mir also als erstes einen Schreiner, der Erfahrung mit dem Einbau von Katzenklapppen in Glasscheiben hat, und ließ mir dort sagen, wie groß der Abstand zwischen Fensterrahmen und Klappe mindestens werden mußte.

Im Juni hatte endlich der Schlosser Zeit,  von dem wir das Gitter machen lassen wollten. Mit den Maßen des Fensters und den Angaben des Schreiners machte er mit uns einen Entwurf, danach ward er lange Zeit nicht mehr gehört oder gesehen. Im November und einige freundliche Erinnerungen später war das schöne Stück aber schließlich doch fertig und wurde in der Wand verankert.

Nun konnten wir den eigentlichen Schritt tun: die Katzenklappe einbauen lassen. War auch Zeit, denn mittlerweile nahte der Winter mit riesen Schritten. Leider ging dann aber der Einbau doch erst im Januar los und war, inkl. Fehlversuch, nicht vor dem 19. Februar fertig. Immerhin, rechtzeitig zum Frühling :-).

Nun hat Timmy also seinen persönlichen Nebeneingang. Ganz geheuer war ihm das aber anfangs nicht, zumal es immer laut klackt, wenn sein Chip den Mechanismus entriegelt. In der ersten Zeit haben wir ihm daher die Klappe aufgehalten und viel Überredungskunst aufgewendet. Außerdem haben wir ihn konsequent nur noch durch die Klappe rein und raus gelassen.

Mit dem Nachdraußengehen klappte es bald immer besser, seit vorgestern Nachmittag müssen wir nicht mal mehr als moralischer Beistand in der Nähe stehen.

In die andere Richtung hat es etwas länger gedauert.  Da hat der Kater sich sogar noch zweimal, als wir sein Miauen vor der Tür nicht hörten, Verstärkung von nebenan geholt, auf daß ihm von den Nachbarn geöffnet werde (siehe auch „Ein schlauer Kater“). Immer noch besser, als von draußen alleine durch diese Klappe zu müssen, das ist schließlich was ganz anderes als andersherum…

Heute Morgen hat er sich aber verraten. Als mich zur gewohnten Zeit der Wecker hochschreckte, fehlte jemand im Bett, der da normalerweise beschmust werden will. Während ich mich noch aus den Federn kämpfte, klackerte es unten. Kurz darauf erschien ein nasses Katertier in meinem Schlafzimmmer.

Nachdem ich nun sicher bin, daß Timmy in beide Richtungen mit der Klappe klar kommt, darf er mich auch wieder als Türöffner mißbrauchen. Er behauptet nämlich immer noch steif und fest, nicht alleine durch die Katzenklappe hereinkommen zu können, und mault abwechselnd vor der Haus- und der Terassentür. Er weiß ja nicht, daß ich ihn durchschaut habe :-D.

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