Der Begleitkater

(Die Photos in diesem Beitrag sind leider nicht besonders gut zu erkennen, da sie im Dunklen mit dem Handy aufgenommen wurden. Dirk hat sein Bestes gegeben, um so viel wie mögich rauszuholen.)

Bisher kannte ich nur Begleithunderassen. Seit Freitag ist endgültig klar, daß es auch Begleitkatzen gibt.

Freitag Abend nämlich machten Dirk und ich uns auf den Weg zum Vereinspreiskegeln im Bürgerhaus, und auf dem Weg dorthin folgte uns der Kater. Das war zunächst nicht weiter überraschend, denn das erste Stück Weg ist er öfter mit uns unterwegs, vor allem beim letzten (Nacht)spaziergang des Tages.

An der Ecke Gartenweg machte er aber nicht halt, sondern folgte weiter bis zur Hauptstraße. Gut, dachten wir, ist auch nicht wirklich das erste Mal, er war auch schon mal mit bis zu Lauses Grundstück. Doch auch dort war nicht Schluß, Timmy lief immer weiter mit uns die Hauptstraße entlang bis zur Ortsmitte. Das war uns in sofern etwas unheimlich, weil abends die Idioten, die es leider auch in unserem Dorf gibt, mit 80 Sachen durch die Zone 30 heizen – so auch diesesmal. Es ging jedoch alles gut, obwohl der Kater hin und wieder die Straßenseite wechselte. Es hätte aber auch keinen Sinn gehabt, umzudrehen, denn das Tier macht eh, was es will. Schließlich bog Timmy zusammen mit uns in den Stichweg rüber zur Feuerwehr und zum Bürgerhaus ein und folgte uns über die Zwester Ohm.

Wir überlegten schon, ob er jetzt wohl mit Kegeln gehen würde, doch kurz vor unserem Ziel wartete die dortige Revierkatze und machte ihm deutlich, daß er nicht erwünscht war. Das hat er ziemlich schnell kapiert und ist umgedreht.

(Bild 1: Revierkatze; Bilder 2 und 3: Timmy)

Als wir später wieder heim kamen, saß Timmy auf dem Holzblock vor seiner Katzenklappe und wartete auf uns…

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Auch sonst besteht der Kater ja darauf, möglichst viel Kontakt zu seinen Leuten zu haben. So mauelte er gestern am früheren Abend so lange herum, bis jemand mit ihm zu seinem Futterplatz kam. Aber nicht etwa, um darauf hinzuweisen, daß kein Futter mehr im Napf war – der war nämlich noch voll. Nein, er wollte einfach ein wenig Gesellschaft und Zuwendung beim Essen! 🙂

Und auch sonst weiß er genau, wie er einen rumkriegt. Neulich starrte ich, auf die Rückenlehne eines Sessels gelehnt, gebannt auf den Fernseher, wo gerade irgendeine dieser Vorabend-Krimiserien lief. Hinsetzen wollte ich mich gar nicht erst, denn eigentlich hatte ich vor, zu kochen.

Da maunzte es vor mir auf der Lehne, und eine Katzenpfote tippte auf meine Brust. Da ich phlegmatisches Menschenwesen nicht sofort reagierte, maunzte Timmy nochmal und stuppste mit der anderen Pfote. Das war sowas von süß, daß die Sache mit dem Kochen erstmal warten mußte und ich mir, nun auf dem Sessel sitzend, auch den Rest der Sendung ansah, den zufrieden auf meinem Schoß schnurrenden Kater streichelnd… 🙂

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